Flury Stiftung

Unter dem Dach der im Schweizer Kanton Graubünden ansässigen Flury Stiftung sind das Spital Schiers, mehrere Altersheime im Prättigau, die Kinderkrippe Rätikon und weitere Einrichtungen rund um die Gesundheit vereint. Circa  460 Mitarbeiter sind an den insgesamt sieben Standorten des Gesundheitsversorgers beschäftigt. Die Realisierung eines Spitalneubaus in Schiers gab den Anstoß, die Kommunikationsinfrastruktur mit der innovaphone IP-Telefonie und UC-Lösung auf tragfähige, zukunftsweisende Beine zu stellen.

Im Jahr 1881 gegründet, gehört das Spital Schiers zu den ältesten Krankenhäusern im Kanton Graubünden. Es handelt sich um ein Akutspital mit 7x24-Stunden Notfallbetrieb, das über alle zentralen medizinischen Angebote der ambulanten und stationären Gesundheitsversorgung verfügt. 2015 wurde der Klinikneubau nach insgesamt zweieinhalb Jahren eröffnet. Sowohl die Energieversorgung wie auch die IT-Infrastruktur wurden nach modernsten Kriterien konzipiert. Bei der Auswahl des zukünftigen Kommunikationssystems lag ein Leistungskatalog zugrunde, der folgende Punkte enthielt:

- Sanfte Migration der bestehenden Anlage, sukzessive Migration einzelner Abteilungen in den Neubau
- Sicherstellung des laufenden Betriebs, 7/24 in kritischem Umfeld (Notrufe, Alarmserver etc.); höchstmögliche Verfügbarkeit
- Administration durch interne IT-Abteilung möglich; Umzüge, Personalwechsel und kleinere Erweiterungen sollten intern umgesetzt werden können
- Festnetz- und Schnurlostelefonie mit Schnittstelle zu Patienten-/Lichtruf und damit zum Alarmserver
- Integration einer externen Arztpraxis.

Nach einer  Evaluierung der angebotenen Lösungen entschied man sich für die innovaphone PBX, die vom Schweizer ICT-Systemintegrator swisspro angeboten worden war. Ein wichtiger Punkt war dabei die Tatsache, dass sich die innovaphone Lösung bereits bei einem vergleichbaren Referenzprojekt, dem Spital Scuol im Unterengadin, bestens bewährt hat. Hinzu kam, dass das Angebot am besten die im Leistungskatalog definierten Anforderungen erfüllte und auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten interessant war. Christoph Anhorn, Projektleiter ICT bei der Fa. swisspro, erklärt: „Die Lösung von innovaphone passte optimal auf die Bedürfnisse und Anforderungen des Kunden.“

Installation und Architektur der neuen Kommunikationslösung

Da es sich um einen Spitalneubau handelte, konnten die technischen Voraussetzungen von vornherein so geschaffen werden, wie es für die zukünftige Kommunikationslösung sinnvoll war. Eine neue Power-over-Ethernet Verkabelung wurde gelegt und in VLAN-Segmente (Virtual Local Area Network) unterteilt. Auch im Bereich des Krankenhausaltbaus mussten Eingriffe in das Netzwerk erfolgen, um die bestehende und die neue Verkabelung aufeinander abzustimmen. Im Rechenzentrum des Krankenhauses wurde ein innovaphone VoIP-Gateway IP6010 installiert, auf dem zusätzlich die innovaphone PBX läuft. Über die Linux Application Plattform der innovaphone PBX wurde die Faxintegration realisiert.  Die externe Arztpraxis, die in die Infrastruktur integriert werden musste, wurde durch ein kleineres VoIP-Gateway vom Typ IP800 mit eingebunden. Mit dem innovaphone Analog-Adapter IP28 werden weitere  analoge Geräte wie Fax und andere analoge Schnittstellen sowie einige analoge Bewohnerzimmer im Altersheim betrieben. An Endgeräten entschied man sich bei der Flury Stiftung für die innovaphone Design-Telefone IP232 und IP222, die nicht nur optisch, sondern auch technische Maßstäbe setzen. Insgesamt wurden 3 IP232, 93 IP222 sowie vier Beistellmodule IP2x2- nach Schiers geliefert. Für ein reibungsloses Anrufmanagement setzt das Spital den innovaphone Operator ein, einen modernen, computergesteuerten Telefonvermittlungsplatz. Er ermöglicht ein komfortables Anrufmanagement und bietet einen schnellen Überblick über eingehende, ausgehende, geparkte und weitergeleitete Telefonanrufe – im sensiblen Krankenhausumfeld sicherlich ein großes Plus an Benutzerfreundlichkeit.

Das Ascom Alarmsystem

Mit der innovaphone PBX gekoppelt ist ein Ascom IP-DECT-System, bestehend aus einem Ascom UNITE Alarmserver, an den Lichtruf-Systeme („Schwestern- oder „Patientenruf“) des Krankenhauses und der Altenheime, ein Leicom Leitsystem sowie ein weiteres Leitsystem für Brand, TUS-Alarm und Redundanz angeschlossen sind. Das UNITE Alarm Management System, das im Spital in Schiers eingesetzt wird, versendet Mitteilungen, eskaliert und koordiniert sämtliche Notrufe, überwacht das komplette System und meldet Störungen umgehend an die richtige Benutzergruppe. Dieser Alarmserver bildet die Grundlage einer professionellen und zuverlässigen Alarmierung. Wenn ein Patient in der Nacht von seinem Bett aus den „Lichtruf“ betätigt, wird dieser mittels Lichtrufsystem auf dem Gang und in den Stationszimmern angezeigt. Gleichzeitig wird der Ruf aber auch via Ascom Messaging auf das DECT-Gerät der diensthabenden Nachtschwester geschickt. Diese sieht die Zimmernummer und kann durch Betätigen eines Softkeys direkt eine Verbindung zum Telefon des Patienten aufbauen. Das Patiententelefon wird automatisch in den Freisprechmodus geschaltet. Auf diese Weise hört die Nachtschwester den Patienten und kann mit ihm kommunizieren, ohne dass der Patient den Telefonhörer abheben muss.

Einfacher und weitgehend reibungsloser Rollout

„Der gesamte Rollout verlief weitgehend störungsfrei und innerhalb eines überschaubaren Zeitraums, auch dank der guten Vorbereitung durch den betreuenden Projektpartner swisspro“, sagt Edi Philipp, Projektleiter bei der Flury Stiftung. Wichtig war, dass der laufende Krankenhausbetrieb während der Umstellungsphase nicht unterbrochen werden musste und es zu keinerlei Ausfällen in der Kommunikationsinfrastruktur kam. Während die Vorbereitung und der Rollout im Krankenhausneubau im Ganzen circa 5 Wochen in Anspruch nahmen, konnten die Eingriffe im Altbau in einem Zeitraum von 1 ½ Wochen erfolgen. Anfangs gab es zeitweise Probleme bei der Fax-Integration, die jedoch von Seiten des Herstellers innovaphone und des Partners swisspro zeitnah und unkompliziert gelöst werden konnten: Zum einen wurde ein Update auf eine neue Firmware Version des Herstellers veranlasst, zum anderen entwickelte innovaphone einen speziellen Hotfix zur Fehlerbehebung. Claudio Rieder, Leiter IT/Telecom bei der Flury Stiftung bestätigt: „Die innovaphone Anlage ist zuverlässig, einfach in der Wartung und bei Problemen wurde rasch ein Bugfix zur Verfügung gestellt.“

Fazit und weitere Planung

Besonders begeistert ist man bei den Verantwortlichen davon, dass die Administration der neuen Lösung von der internen IT-Abteilung übernommen werden kann: „Grundsätzlich stellt sich die Menüführung der innovaphone Geräte sehr einfach dar. Für uns ist es äußerst positiv, dass wir das Know-How nun im Hause haben und die Anlage selbst administrieren können“, bestätigt Edi Philipp. Und fährt fort: „Wir sind rundherum zufrieden mit der neuen Lösung von innovaphone. Die einfache Bedienbarkeit und die Ausbaufähigkeit lassen uns – gerade auch im Hinblick auf weitere Standorte – auch für die Zukunft auf innovaphone vertrauen.“ Im Umgang mit den neuen Telefonen hatten die Mitarbeiter keinerlei Schwierigkeiten – dank einfacher, intuitiver Bedienbarkeit und guter Sprachqualität stießen die innovaphone Endgeräte auf hohe Akzeptanz. Im Vergleich zur Vorgängerlösung besticht die innovaphone PBX durch ein „ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis“, wie Magnus Hidber, Vizedirektor / Leiter Dienste bei der Flury Stiftung, bestätigt. Abschließend fasst er die Erfahrungen mit dem innovaphone System folgendermaßen zusammen: „Die neue Lösung stellt eine klare Steigerung gegenüber dem Vorgängermodell dar“.

Typ Bezeichnung Datum Größe
application/pdfinnovaphone Case Study: Flury Stiftung - DE2016-06-07384 KB
application/pdfinnovaphone Case Study: Flury Stiftung - EN2016-06-07366 KB
application/pdfinnovaphone Case Study: Flury Stiftung - FR2016-06-07375 KB
application/pdfinnovaphone Case Study: Flury Stiftung - IT2016-06-07414 KB
application/pdfinnovaphone Case Study: Flury Stiftung - ES2016-06-07388 KB
application/pdfinnovaphone Case Study: Flury Stiftung - PL2016-06-07418 KB


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